What next? - Südamerika!

April 30, 2017

Nur wo hin in Südamerika? Dezember 2014/ Jänner 2015 war Jungfernfahrt mit Annie... einmal durch Patagonien und Feuerland, bis ans "Ende der Welt". Damals ging es mit dem Flieger von Wien über Buenos Aires nach San Carlos de Bariloche. Von dort All Sur die legendäre Ruta 40 über El Bolson, durch die Pampa und bei Esquel hoch über die Anden und in Futaleufu über Grenze nach Chile. Damals wusste ich noch nicht, das die einfuhr von frischen Lebensmittel, Nüssen, Honig etc. verboten ist. So wurde ich fast aller meiner Verpflegung erleichtert und oben drein, funktionierte der ATM (Geldautomat) vor Ort nicht. So frage ich nach dem nächsten ATM und die Antwort lautet, 412 km All Sur ;-)  Aber irgendwo konnte ich dann doch etwas Geld tauschen und musste nicht verhungern.

 

 

 

Nach einem rasanten Downhill erreiche ich die legendäre Carretera Austral, Ruta 7. Diese wurde erst in den 1970er von Pinochet gebaut. Okay, nicht von ihm, er sagte nur, wir bauen eine Strasse All Sur und delegierte 10.000 Soldaten dafür. Dieser "Highway" führte mich mit Annie über Coyhaique  bis nach Villa O'Higgens. Es ging teils bei totaler Waschküche mit an die Null Grad und teils bei brütender Hitze entlang des nördlichen und südlichen Inlandeisfeldes durch unglaublich traumhafte Landschaft.

 

 

 

 

Bei Villa O'Higgins hat es glaub den spektakulärsten Grenzübergang in Patagonien. 3 Stunden Boot, 5 Stunden Singletrail über den Pass und nochmals 1,5 Stunden Boot, gerade zu, auf das Fitzroy Massiv! Von El Chalten aus, ging es mit dem Fitzroy Massiv im Rücken zurück auf die argentinische Ruta 40 und ich erlebe das erste mal so richtig den Patagonischen Wind. Zum Glück als Rückenwind und wir sause 80 km in 2 Stunden ohne Pedalieren - Wahnsinn :-) Doch ich sollte diesen Wind auch noch von der Seite und von vorn erfahren dürfen. Unvorstellbar - wenn du das nicht selbst erfahren hast! 10 mal am Tag, einfach vom Rad geweht und im Straßengraben gelandet! Am nächsten Tag kapituliere ich nach 1.5 Stunden und sagenhaften 7 km, kleinster Gang auf der Geraden und Pressen was geht... Ich halte den Daumen raus und es geht per Anhalter gen Puerto Natales!

 

 

 

Zwischen den Feiertagen gönne ich Annie eine Pause und wandere das große "W" im Torres del Paine National Park. Was hatte ich da nur für ein Glück mit dem Wetter!!! Wunderschön und bedarf keiner weiteren Worte.

 

 

 

 

 

Nach den "Wandertagen" starte ich im neuen Jahr in Richtung Feuerland. Dann ging es mit der Fähre von Punta Arenas nach Porvenir und ein Mal im Zig Zag durch Feuerland. Wobei Feuerland recht meditativ daher kommt, da es ja zuvor durch das spektakuläre Patagonien ging.


Einzigstes High- Light am Weg ist wohl Tolhuin. Eine riesige Bäckerei mitten im Nirgendwo und der Herr des Hauses verköstigt alle RadlerInnen mit leckersten Backwaren bei freier Beherbergung und Wifi. Das Paradies auf Erden für RadlerInnen aber höllisch schwer von dort wieder los zu kommen...

 

Egal - aber noch etwas zu den letzten Tagen auf Feuerland. Von Rio Grande bis Ushuaia sind es 210 km und ich hatte noch 10 Tage bis zum Heimflug. Abzüglich der Woche Wandern am Torres del Paine hatte ich 2.500 Km in 4 Wochen erfahren und nun hätte ich den Rest laufen können und wäre noch rechtzeitig genug am Flieger gewesen. In diesen Tagen hatte ich viel Zeit zum nachdenken. Am Beagle Kanal angekommen, fasste ich dann den finalen Endschluss: Ich heirate mein Rad und es geht auf unbestimmte Zeit in die Flitterwochen! Die entsprechenden Vorbereitungen dauerten dann gut 9 Monate bis zur Hochzeit aber die folgenden "Flitterwochen" gehen nun schon 20 Monate und 20.000 Kilometer.

 

Voll Gut so!!! Doch wo nun hin in Südamerika? What next? Derzeit ist zumindest prima Klima in Lima ;-)

 

 

 

 

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