Namaste - Kathmandu Stadt

January 19, 2017

Zurück in Kathmandu beziehe ich wieder  Quartier in der Rising Rays Boarding School - voll cool! Nachtlager wieder im Computer-Labor nur tags über diesmal weniger Jubel-Trubel mit den Kids. Stattdessen ist Kultur angesagt und Karun, der Ziehsohn von meinem Gastgeber, ist eine super Begleitung. Auf unseren Wegen durch die Stadt beeindrucken mich immer wieder die Art und Weise des täglichen Lebens, besonders Geschäfte, Fahrräder und kulinarische Leckereien. Am Rande bekomme ich noch eine Großdemo mit. Schaut recht gut aus, wenn die Straßen mit Menschen statt Autos gefüllt sind.

 

 

 

Ein Highlight war sicher die riesige Boudhanath Stupa mit unzähligen buddhistischen Pilgern in den Abendstunden. Das Murmeln der Gebete, der im Uhrzeigersinn fließende Strom von Menschen und die sich immer drehenden Gebetsmühlen erzeugen eine einzigartige mystische Stimmung. Mit einbrechender Dämmerung und dem immer wärmer werdenden Licht meint man, alles drehe sich schneller und schneller. Nicht, das wer anfängt zu rennen, sondern man kann die  wachsende mystische Kraft der Mischung aus Menschen, Ort und Glaube spüren. Da musst du einfach mit den Pilgern mitgehen und die Stupa umzirkelnd den Sonnenuntergang in dieser Stimmung beobachten.

 

 

 

 

 

Die Hindu Tempelanlage am Bagmati Fluss in Pashupatinath ist dagegen anders. Der Haupttempel selbst ist nur für Hindi betretbar. Jedoch die Leichenverbrennung am Bagmati ist gegen Eintrittsgeld offen. Die öffentliche Zeremonie mit Waschung der Füße, Bahrung am Scheiterhaufen und Verbrennungs-Ritus ist etwas ungewohnt und erzeugt eine merkwürdige Stimmung beim Betrachten. Karun erzählt mir von seiner Religion und erklärt mir,welcher Zeremonie wir gerade beiwohnen.

 

 

 

 

 

 

Patan ist besonders! Patan oder auch Lalitpur genannt bildet mit Kathmandu eine Doppelstadt und ist wirklich besonders. Das Erdbeben von 2015 ist zwar noch vielerorts sichtbar und teils verheerend aber die Stadt hat ihren eigenen Charakter und Scharm. Ich verbrachte Tage damit, durch die verwinkelten Gassen zu streunen und immer wieder neue Plätze, Tempel und Märkte zu entdecken. Geschichte, Kunst, Kultur und das Flair von heute machen es zu etwas echt besonderem.

 

 

 

 

 

Mal ohne Kultur aber dafür mehr Natur. Der Ultimat Ride to Chitlang! Organisiert von Panc Bike, dem ältesten Fahrradladen Nepals. Ein Tagesausflug ins Nachbartal, der viel Downhill verspricht. Ich leihe für Karun, den ich schon als kleinen Bruder sehe, ein passendes Rad und so ging es im Corso früh zeitig los zur Seilbahn. Normal werden keine Räder damit transportiert und so fand der Lift für fast 150 Teilnehmer vor dem normalem Fahrgastbetrieb statt. Auf rund 2500 Meter Höhe ist der morgendliche Ausblick über des Kathmandu-Tal fantastisch. Dann ging es am Jeep Trail auf der anderen Seite über 1000 Höhenmeter runter zum Stausee. Lustig war, dass Karun noch nie Bodenfrost unter den Füßen hatte, geschweigenden unter den Rädern. Am halben Weg in Chitlang gab es zeitig aber zünftig Mittagessen - Dal Bhat Power! Zurück vom Stausee, ging es meist schiebend nach Chitlang, wo eine verdiente Jause auf uns wartete. Dort wurde dann kurzer Hand ein Bus gechartert und es ging in einer lustigen Fuhre zum Pass hinauf mit anschließendem Downhill in den Sonnenuntergang zurück nach Kathmandu. Ein sehr gelungener Ausflug mit fast 60 Kilometern am Rad und kumulierten 2500 Höhenmeter Downhill.