Munda Biddi Trail – von Nannup nach Albany

November 29, 2015

Mein Munda Biddi Trail - nun ist er zu ende. Was für ein Erlebnis und Abenteuer!!! 19 Tage, 925 km, 10.750 hm waren es für mich. Es ist Grenzwertig mit voll bepacktem Rad aber machbar. Extrem schwierige Anstiege bin ich umfahren und so manche Abkürzung habe ich auch genommen. Aber so ist das nun mal auf der Straße. Es war ein episches Erlebnis! Diese Mischung aus Achterbahn und Gruselkabinett, im Zig-Zag, Berg auf und ab und mit Spinnweben im Gesicht und permanent raschelt es im Unterholz, perfekt beschildert und super Infrastruktur. Einfach Weltklasse!

Es gab zwar ein paar blaue Flecke und Striemen vom Umfallen oder dem nicht weichendem Unterholz aber das Um malt das ganze Abenteuer nur noch mehr! Annie braucht jetzt neue Reifen und Kette.

 

In Nannup hatte ich noch einen schönen Tag mit Jane vom „over 55 cycling club“ gehabt und BBQ gab es vom Club Versorgungsanhänger. Dazu gesellte sich noch Kathryn Zimmerman ( http://thebaglady07.blogspot.com.au/ ). Sie ist seit 4 Jahren unterwegs und war gerade 2 Monate den Bibbulmun Track ( https://www.bibbulmuntrack.org.au/ ) gewandert. Das ist der Munda Biddi für Wanderer von Perth nach Albany!?!

 

Im Busch gab es dann keine weiteren menschlichen Begegnungen mehr. Ich hatte somit viel Zeit für mich. Was sehr schön war in dieser traumhaften Natur. Es ging durch riesige Karri Wälder mit wirklichen Giganten von Bäumen. Und durch den vor etwas längerem abgebrannten Shannon National Park – geisterhaft! Dort klingt der Wind in den Bäumen anders. Der ganze Atmosphäre ist anders. Knacksende Äste hört man kilometer weit und Tiere hat es kaum weil das Unterholz fehlt. Mystisch! - Da war es dann am Strand voll die Erholung trotz Wolken.

 

Übrigens, wechselt der rollende Schotter, sie nennen das hier „pea gravel“ („Erbsen Geröll“, trifft es ganz gut ;-) zu Sand. Zum Fahren nimmt sich beides nichts!!! Surfen und Durchdrehen, surfen und durchdrehen. Das kann so gut kommen, dass man egal ob hoch, gerade oder runter schieben darf.

Und meine erste Schlange auf dieser Reise habe ich gesehen. Etwas kalter Tag und sie lag am Weg, zum Sonnenbad. Ich kam ums Eck und 5 Meter vor ihr zum stehen. da lag sie = ca.1,50 m schwarz = Inlandtaipan? (die Giftigste?!) Versteinert stand ich da und sie schlängelte sich gemütlich davon bevor ich ein Foto machen konnte. - Sevus!

 

Aber mit dem Wetter habe ich Glück. Es hat so 15-25 Grad und fast immer etwas bewölkt. Von der großen Hitze bin ich also bis jetzt verschont worden. Aber das kommt jetzt bestimmt in der Nullarbor – wo sonst!

 

Meine Warmshowers Unterkunft in Albany hat leider nicht geklappt und so wurde improvisiert die Zeit im Waschsalon zum Rad Service genutzt und ich trinke gerade den dritten Mega Chai Latte für Free Wifi und mir ist schon etwas schlecht.

 

Von den Feuern um Esperance habe ich auch nur aus den Medien vernommen. - Traurig.

Bis dort sind es jetzt 500 km und ich mach mich jetzt mal auf den Weg…

 

 

 

 

 

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